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Oft befindet sich genau dort, wo man sie gebrauchen könnte, keine Steckdose. Notlösungen sind schnell gefunden, doch nicht immer lassen sich Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen elegant hinter Möbeln oder Fußleisten verstecken. Plant man die Renovierung einzelner Zimmer oder gar des ganzen Hauses, dann kann man im Zuge dessen auch gleich neue Steckdosen verlegen und zwar dorthin, wo man sie braucht. Auch das Anbringen von Aufputzleitungen und –dosen ist möglich. Heimwerker, die solche Arbeiten selbst verrichten wollen, sollten vorsichtig vorgehen und unbedingt die nötigen Sicherheitsbestimmungen kennen. Möchte man solche Elektroinstallationen in Altbauten vornehmen, deren Stromnetz nicht mit einem Fehlerstromschutzschalter abgesichert ist, sollte man unbedingt einen Elektriker hinzuziehen. Unter Umständen ist das Verlegen zusätzlicher Steckdosen in solchen Fällen gar nicht erlaubt.

Die Neuinstallation einer Steckdose kann unter, aber auch über dem Putz stattfinden. Zum Verlegen und Einlassen des Stromkabels und der Steckdose in der Wand geht man wie folgt vor: Zunächst schaltet man den Stromkreis, von dem aus die neue Installation verlegt werden soll, ab. Dann prüft man mit einem Messgerät (Multimeter), ob der Stromkreis tatsächlich spannungsfrei ist. Ist dies der Fall, sucht man sich eine Auslassdose als Ausgangspunkt. An der Dose sucht man sich dann eine unbenutzte Kabeldurchführung und beginnt von dort aus, den Putz vorsichtig mit Hammer und Meißel abzustemmen. Anschließend markiert man den künftigen Leitungsverlauf. Wichtig: Stromleitungen dürfen immer nur senkrecht oder waagerecht von einem Verteilerkasten zum nächsten geführt werden. Nun stemmt man die angezeichneten Leitungswege auf. Das Loch zum Versenken der Steckdose bohrt man mittels Bohrmaschine mit passender Bohrkrone in die Wand. Das Stromkabel wird nun unter Verwendung einer Stegleitung (Typ NYIF) in der Wand verlegt. Die Anschlussdrähte des Kabels werden farbgleich
an der Ausgangsdose angeschlossen und die neue Steckdose an den Stromkreislauf angeklemmt. Der aufgestemmte Leitungskanal wird abschließend verputzt, die Abdeckungen werden auf die Dosen montiert, und der Strom kann wieder eingeschaltet werden.

Die Verlegung und Anbringung neuer Steckdosen an der Wand ist wesentlich schneller, lärm- und schmutzfreier durchzuführen. Auch hier muss eine unbenutzte Kabeldurchführung einer anderen Auslassdose gesucht werden. Diese wird dann etwa einen bis zwei Zentimeter aufgestemmt, damit das neue Kabel (wie oben) angeschlossen und an die Wand herangeführt. Um das Kabel an der Wand anzubringen und entlang der Wand zu führen, benutzt man Mantelleitungen des Typs NYM-J, speziell dafür vorgesehen Kunststoffrohre (PG-Rohre) und sogenannte Nagelschellen. Der Sockel der Aufputzsteckdose wird mit Dübeln und Schrauben an der ausgewählten Stelle an der Wand angebracht und die Leitung im Rohr dorthin verlegt. Das PG-Rohr sollte alle 40 Zentimeter mit einer Nagelschelle an der Wand fixiert werden. Als letzten Arbeitsschritt schließt man nun die Aufputzsteckdose an die neu verlegte Leitung an und schraubt die Abdeckung auf. Soll die neue Dose in die Wand eingelassen werden, legt man, wie oben beschrieben, eine passende Wandaussparung an und installiert darin die Steckdose.