Eigentlich wollte der englische Erfinder der bunten Lampen eine innovative Eieruhr kreieren. Ob ihm das gelungen ist, ist nicht bekannt. Dass, sozusagen als Nebenprodukt, allerdings ein Vorläufer der bunten Lampen entstand und zunächst als Blickfang in einem Londoner Pub für Furore sorgte, das steht außer Zweifel. Allerdings waren es schließlich zwei US-Amerikaner, die der sogenannten Lava-Lampe Ende der 60er-Jahre zu einem Durchbruch verhalfen und die bunten Lampen so auch zu einem kommerziellen Erfolg machten. Denn spätestens seit den 70ern galten die Lampen als Dekorationselement, das in keinem Haushalt fehlen durfte. Und so erfreuten sich Lampen in allen möglichen Farben großer Beliebtheit. Ein paar Jahre später änderte sich jedoch der Geschmack und erst in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die bunten Lampen wiederentdeckt und erlebten eine Renaissance. Vor allem Jugendliche fanden Gefallen an dem Dekorationselement.
Das Prinzip, nachdem das „Lava-Light“ funktioniert, ist dabei eigentlich ganz einfach. Unter einem flaschenartigen Gefäß befindet sich eine Glühlampe, im Gefäß dagegen zwei Stoffe, die zwar jeder für sich genommen löslich sind, sich bei einer Vermischung aber nicht ineinander auflösen. In der Regel sind dies beispielsweise Kombinationen aus Wachs, Öl oder Ethylenglykol. Um die Dichte zu erhöhen, werden gelegentlich noch Wasser und verschiedene Salze zugegeben. Wird die Glühlampe eingeschaltet, werden die Stoffe löslich, die Dichte der einen Flüssigkeit verringert sich stärker als die der anderen und durch den Auftrieb steigt der Stoff in großen Blasen nach oben. Dort kühlt er ab, sinkt wieder zu Boden und dort beginnt der Kreislauf dann wieder von vorn. Zwischen 30 Minuten und 3 Stunden brauchen die Lampen zum Aufheizen, länger als 8 Stunden sollte keine Lampe in Betrieb sein.




