Ein überdachter Abstellplatz bietet den optimalen Schutz für parkende Autos. Vor allem bei widrigen Witterungsbedingungen kann das Fahrzeug durch Garage oder Carport vor Hagelschlag und Sturmschäden bewahrt werden. Der Vorteil einer Garage liegt auf der Hand: Sie schützt das Auto von allen Seiten und besteht zumeist aus stabilen Baustoffen wie Beton oder Mauerwerk. Zudem ist sie abschließbar, was Autodieben das Handwerk erschwert. Carports hingegen bestehen aus Holz und sind in den meisten Fällen zu den Seiten hin offen – sie bieten lediglich Schutz nach oben, vor Diebstahl oder umherfliegenden Gegenständen bei schweren Stürmen schützen sie nicht oder nur bedingt.
Dennoch hat auch der Carport aus Holz Vorteile gegenüber der massiven Garage. Zum einen ist er wesentlich günstiger – die Garage erfordert neben einem Fundament auch eine erhebliche Menge an Material, hinzu kommen die Kosten für die Errichtung durch eine professionelle Baufirma. Carports hingegen können auch von Heimwerkern mit geringer Erfahrung relativ unproblematisch errichtet werden. Zudem handelt es sich bei der Garage um eine dauerhafte bauliche Veränderung, die nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden kann. Der Carport hingegen kann problemlos wieder abgebaut werden, wenn einem die Holzkonstruktion im Nachhinein doch nicht gefallen sollte. Viele Carport-Besitzer entscheiden sich zudem für eine Begrünung des Unterstandes, um diesen an die Umgebung anzupassen. Die offene Bauweise eignet sich gut für rankende Pflanzen, die nach einiger Zeit natürliche Seitenwände bilden können.
Versierte Heimwerker können im Baumarkt oder beim Holzhändler das entsprechende Material kaufen, um einen Carport komplett in Eigenregie aufzubauen. Es empfiehlt sich, zunächst einen Bauplan zu erstellen, auf dem sämtliches Material und die benötigten Maße vermerkt werden. Dann entscheidet man sich für das gewünschte Holz. Anschließend wendet man sich an den jeweiligen Händler, um das Material auszusuchen. Häufig können die Holzleisten ohne Aufpreis vor Ort zugeschnitten werden, sodass man kein zusätzliches Arbeitsgerät wie beispielsweise eine große Kreissäge im Haus haben muss. Das benötigte Zusatzmaterial unterscheidet sich je nach der gewählten Bauform: Holzschrauben und Winkel erhält man im Baumarkt.
Einfacher als beim vollständigen “Alleingang” hat man es, wenn man auf spezielle Angebote von Baumärkten zurückgreift. Häufig bieten diese nämlich Komplett-Sets zum Carport-Bau an: Sämtliche benötigten Komponenten wie zugeschnittenes Holz, Schrauben und anderes Zusatzmaterial sind hier bereits enthalten und aufeinander abgestimmt. Wichtig sind nur noch die richtigen Maße, damit der Carport an die gewünschte Stelle passt – ansonsten reicht das Werkzeug aus, das in den meisten Haushalten vorhanden ist.
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